Es geschah vor achtzig Jahren: Als Ottweiler judenfrei wurde

15. September 1935, 9. November 1938 und 22. Oktober 1940. Diese drei Daten dürfen für uns als Deutsche, Saarländer und als Bürger der Stadt Ottweiler nicht in Vergessenheit geraten. Zwischen diesen Ereignissen, die in einem Zeitraum von gut fünf Jahren stattfanden, besteht ein innerer, unleugbarer Zusammenhang. Darauf hinzuweisen und immer wieder daran zu erinnern bleibt für uns heute Lebende eine ständige Aufgabe. Zugleich ist diese Erinnerungsarbeit bleibende Verpflichtung auch für künftige Generationen.



15. September 1935: An diesem Tag verkündete die NSDAP auf dem sogenannten „Reichsparteitag der Freiheit“ in Nürnberg das „Gesetz über das Reichsbürgerrecht“ und das „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“. Sie wurden als „Nürnberger Rassegesetze“ oder „Ariergesetze“ bekannt und stellten die gegen das jüdische Volk gerichtete und die eigene Rasse verherrlichende Ideologie des Hitler-Regimes auf eine rechtliche Grundlage. 

Durch das Reichsbürgergesetz wurde in Deutschland faktisch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen. Es gab nunmehr auf der einen Seite die Reichsbürger („Staatsangehörige deutschen oder artverwandten Blutes“), die volle Rechte erhalten sollten und auf der anderen Seite die Reichsangehörige oder die ‚einfachen‘ Staatsangehörige („Angehörige rassefremden Volkstums“) mit geringeren Rechten.

Das "Reichsbürgergesetz" wurde am 20. September 1945 durch das Gesetz Nr. 1 des Alliierten Kontrollrats für Deutschland aufgehoben.


Das Reichsbürgergesetz und der Anfang des sog. "Blutschutzgesetzes"
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Mit dem sog. "Blutschutzgesetz" wurden Eheschließungen und außerehelicher Verkehr zwischen Juden und „Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes“ bei Androhung von Gefängnis- und Zuchthausstrafen verboten. Mit den Nürnberger Rassegesetzen vollzogen die Nazis den entscheidenden Schritt zum endgültigen Ausschluss der jüdischen Menschen aus der von ihnen so genannten „Volksgemeinschaft“. Sie waren zugleich der Auftakt für die Pogromnacht 1938 und schließlich auch für die Schoah, die große Katastrophe des jüdischen Volkes, die weltweit auch als Holocaust bekannt wurde.

Die Rassentheorie und die Erbgesundheitslehre durchdrangen den Nationalsozialismus von Anfang an. Mit dem bereits kurz nach der Machtübernahme 1933 eingeführten „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ (Erbgesundheitsgesetz) wurden ab dem 1. Januar 1934 die bei den Amtsgerichten angesiedelten „Erbgesundheitsgerichte“ geschaffen. „Sie entschieden in äußerlich rechtsförmig gestalteten Verfahren über Anträge zur Zwangssterilisation geistig und körperlich behinderter Menschen, Patienten psychiatrischer Heil- und Pflegeanstalten sowie Alkoholkranker und waren damit Werkzeug zur Durchsetzung der nationalsozialistischen Rassenhygiene, die den Menschen zum bloßen Objekt staatlicher Verfügungsgewalt herabwürdigte.“ [1] „Bis Mai 1945 wurden aufgrund der Beschlüsse der Erbgesundheitsgerichte etwa 350.000 Menschen zwangs-sterilisiert.“ [2] In Ottweiler sind mehrere Fälle bekannt, in denen Familien eigene Angehörige versteckt hielten und somit beschützen konnten. Es gelang ihnen damit, sie dem Zugriff der Erbgerichtsbarkeit oder dem Verrat durch Denunzianten zu entziehen. 
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[1] Antrag der Bundestagsfraktionen der CDU/CSU und SPD zur Ächtung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses, Berlin 2006.
[2] Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Aufhebung von Sterilisations-entscheidungen der ehemaligen Erbgesundheitsgerichte, Berlin 1998

Die „Rassenkunde“ wurde auch fester Bestandteil im Unterricht an den Schulen. Auch hier wurde mit  dem „Gesetz zur Vererbungs-lehre und Rassenkunde in den Schulen“ vom 1. September 1933 bereits frühzeitig die rechtliche Grundlage geschaffen. In der Folge lernten die Schülerinnen und Schüler auch die Systematik der Ahnenforschung. Am 1. August 1940 trat die „Verordnung über den Nachweis deutschblütiger (arischer) Abstammung“ in Kraft. Schon für die Aufnahme an Schulen aber auch im gesamten Berufsleben war dieser Nachweis nunmehr Pflicht.

Links: Alfred Vogel: Erblehre, Abstammungs- und Rassenkunde in bildlicher Darstellung, 1939
Rechts: "Nachweis deutschblütiger Abstammung", Schulmuseum Lohr, Archivbestände
aus: ABC und Hakenkreuz, Schule und Erziehung im Nationalsozialismus,
Saarländisches Schulmuseum Ottweiler, 2002
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Zum praktizierten Rassenwahn der Nazis kam von Anbeginn an ein ebenso unerbittlicher Antisemitismus hinzu. In Formulierungen wie der folgenden kommt dies sehr deutlich zum Ausdruck: „Im dritten Reich wird zum erstenmal ein Volk nach den heiligen Gesetzen des Blutes regiert. Der 30. Januar 1933 bildet diesen Wendepunkt in der Weltgeschichte. Die gewaltige Umwälzung, die der Sieg der NS-Weltanschauung mit sich gebracht hat, fußt auf dem Gedanken der Blutsverbundenheit des Volkes … Das Blut eint uns. … Den Gärungsstoff völkischer Zersetzung bildet seit langem der jüdische Fremdkörper in unserem Blut. Dem damit im Gefolge stehenden Rasseverfall entgegenzutreten, das ist unsere Aufgabe.“ (Kurt Nischk: Der Gemeindebeamte im Dritten Reich, 5. Aufl. Leipzig 1938)


Zur Zeit der Nürnberger Gesetze des Jahres 1935 saßen die Nationalsozialisten in Ottweiler bereits fest im Sattel. Schon während und unmittelbar nach der Machtübernahme 1933 hatten sie durch den Stadtrat die Ehrenbürgerschaften der Stadt Ottweiler an den damaligen Reichspräsidenten und an drei Nazi-Größen verliehen. Am 2. März 1935 versank halb Ottweiler in einem Meer aus Hakenkreuzfahnen und Girlanden, als der „Stellvertreter des Führers“ anlässlich der einen Tag zuvor in Kraft getretenen Rückgliederung des Saargebietes ins Deutsche Reich der Stadt einen Besuch abstattete. Vor der Saarabstimmung 1935 lebten noch etwa 4.000 Juden im damaligen Saargebiet, in Ottweiler waren es 1933 noch etwa siebzig. Nach der Rückgliederung emigrierten viele von ihnen ins Ausland, in Ottweiler verblieben waren noch etwa zwei Dutzend jüdische Mitbürger.

 

9. November 1938: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es in allen Gemeinden des Saargebietes, in denen noch jüdische Mitbürger lebten, zum Pogrom. Das bedeutete, zu planmäßigen Zerstörungen, Plünderungen und Misshandlungen an der verbliebenen jüdischen Bevölkerung. Diese von den Nazis als „Reichskristallnacht“ bezeichnete staatlich organisierte Gewalt-aktion wurde in allen Teilen des damaligen Deutschen Reichs zeitgleich durchgeführt. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden dabei zerstört.

In Saarbrücken wurden etwa 140 jüdische Männer während des Pogroms verhaftet, verprügelt und durch die Straßen getrieben. Der Pogrom forderte auch direkte Todesopfer, wie der Stolperstein für den damals 66-jährigen Simon Löb aus Gersheim zeigt, der während der Gewaltaktion am 9. November 1938 von der SA zu Tode getreten wurde.

Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D., 2011

In Ottweiler wurde die Synagoge geplündert und ihre Inneneinrichtung auf dem Schlossplatz öffentlich verbrannt. Ein halbes Jahr nach diesem Pogrom, der für das Nazi-Regime das Fanal für die bevorstehende „Endlösung der Judenfrage“ war, wurden bei der Volkszählung am 17. Mai 1939 im Saargebiet noch 480 Juden registriert.
Bilder von der Plünderung der Ottweiler Synagoge am 9. November 1938
(Fotos: Werner Eich)
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Nach Abschluss der Pogrome stellten die Machthaber fest, dass ihnen in allen Teilen ihres Machtbereiches erhebliche Mengen an jüdischem Archiv- und Schriftgut in die Hände gefallen war. Eine Anordnung des Reichsinnen-ministers vom April 1939 regelte daher, wie damit verfahren werden sollte. Sie ist mit `Heydrich´ unterzeichnet, der ab September des gleichen Jahres Chef des neu gegründeten Reichssicherheits-hauptamtes wurde.

Foto: HHStAW 418 1564 (118)

Ob auch in Ottweiler Archivgut der jüdischen Gemeinde konfisziert wurde, ist nicht überliefert. Die in der Pogrom-nacht geplünderte Synagoge wurde jedenfalls kurz danach vollends zerstört. Die nachfolgende Aufnahme von 1940 zeigt sie als Ruine. Auf dem Schlossplatz davor kann man Fahrzeuge und Angehörige der Wehrmacht erkennen. Am 1. September 1939 hatte Hitler- Deutschland den 2. Weltkrieg entfesselt.


Foto: Archiv Foto Klotz

 
22. Oktober 1940: In den frühen Morgenstunden an diesem Dienstag kamen Gestapo-Beamte in die Wohnungen der in Ottweiler noch lebenden Juden, verhafteten sie und wiesen sie an, ihre Habseligkeiten zusammenzupacken und innerhalb einer Stunde reisefertig zu sein. Pro Kopf durfte ein höchstens 50 Kilogramm schwerer Koffer mitgenommen werden, eine Wolldecke, Geschirr und Lebensmittel für mehrere Tage, maximal 100 Reichsmark sowie die Ausweispapiere. Aus Ottweiler wurden die Menschen mit Lastwagen zur zentralen Sammelstelle auf den Saarbrücker Schlossplatz gefahren. Juden aus allen Teilen des Saargebietes wurden dorthin verbracht, Kinder ebenso wie Alte und Kranke. Dass sie nie mehr zurückkommen sollten, war ihnen zu diesem Zeitpunkt nicht klar.

Am 22. Oktober 1940 aufgenommene Fotos aus dem damaligen Gau Baden zeigen, wie diese Deportationen abliefen. Als Beispiele sind hier Fotos aus Bruchsal und Lörrach zu sehen. Am Saarbrücker Schloss wurde zum 80. Jahrestag der Deportationen im Oktober 2020 ein Schild enthüllt: Gurs 1212 km
Fotos www.bruchsal-gurs.de, Stadtarchiv Lörrach, Landtag des Saarlandes

Ziel dieser sogenannten „Wagner-Bürckel-Aktion“ war es, die südwestdeutschen Gebiete als erste im Reich rasch und vollends „judenfrei“ zu machen. Die meisten der 6.538 Deportierten kamen in den folgenden Jahren ums Leben. Nur wenige wurden befreit oder es gelang ihnen die Flucht. Die Initiative für die Aktion ging von zwei NS-Gauleitern aus: Josef Bürckel, dem Gauleiter der Saarpfalz (Saargebiet und die sich anschließende Pfalz) und von Robert Wagner, dem Gauleiter Badens (Bodenseegebiet, gesamter Schwarzwald bis zum mainfränkischen Gebiet). Bürckel und Wagner hielten sich am 25. September 1940 zu einer Besprechung mit Hitler in der Berliner Reichskanzlei auf. Hitler billigte die Vorschläge der beiden Gauleiter, so dass vermutet werden kann, dass an diesem Tag die Entscheidung über die Abschiebung der Juden aus den beiden Gauen definitiv getroffen wurde.
 

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Die Deportation selbst, die am der letzte Tag der jüdischen Feiertagswoche „Sukkoth“ (6. Tag des Laubhüttenfestes) begann, war eine Geheimaktion, in deren konkrete Planung neben Hitler und seinen beiden Gauleitern Bürckel und Wagner auch der Reichsführer-SS Himmler und der Chef des Reichssicher-heitshauptamtes Heydrich eingebunden waren. Deren Befehle wurden von den örtlichen Gestapo-Stellen ausgeführt. Im Saargebiet wurde die Ausführung der Deportationsbefehle von der Gestapo-Leitstelle im Saarbrücker Schloss koordiniert. Es gab genaue Listen mit den jüdischen Personen, die am 22. Oktober 1940 zu verhaften waren. Die nach Gurs deportierten Juden mussten ihre Vermögenswerte in ihrer Heimat zurücklassen und noch in Saarbrücken vor einem Notar an den Staat übertragen. Danach wurden die Menschen mit Bussen nach Forbach gebracht. Von dort erfolgte der Weitertransport mit der Eisenbahn, wobei die Fenster und Vorhänge geschlossen bleiben mussten, so dass die Deportierten zunächst nicht wussten, ob es nach Polen in den Osten oder nach Frankreich im Westen ging. Die dreitägige Bahnfahrt führte über Chalon-sur-Saône, dem letzten Bahnhof im von Deutschland besetzten Frankreich, quer durch das unbesetzte südliche Frankreich bis nach Oloron Sainte Marie in den Pyrenäen. Mit Lastwagen wurden die Deportierten dann in das etwa 15 km entfernte, damals größte französische Internierungslager Camp de Gurs transportiert. 


Ankunft deportierter Juden im Camp de Gurs


Das Barackenfeld im Camp de Gurs (Teilansicht)
Luftaufnahme [Quelle: HStAS EA 99/001 Bü 304 Nr. 1]

Eine Woche später meldete der Chef der Sicherheitspolizei, Reinhard Heydrich, dem Auswärtigen Amt: „Die Abschiebung der Juden ist in allen Orten Badens und der Pfalz reibungslos und ohne Zwischenfälle abgewickelt worden. Der Vorgang der Aktion selbst wurde von der Bevölkerung kaum wahrgenommen.“

Mitteilung des Chefs der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (SD), Reinhard Heydrich, an das Auswärtige Amt über die Deportation der badischen und pfälzischen Juden.
Foto: Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes, Berlin

Gut ein halbes Jahr später, am 31. 7. 1941, erhielt Heydrich einen weitreichende Vollmachten umfassenden Befehl, dessen letzter Absatz lautete: „Ich beauftrage Sie weiter, mir in Bälde einen Gesamtentwurf über die organisatorischen, sachlichen und materiellen Vorausmaßnahmen zur Durchführung der ange-strebten Endlösung der Judenfrage vorzulegen.“ Der Befehl trug die Unterschrift „Göring“. Damit war auch das Schicksal der sechszehn aus Ottweiler nach Gurs deportierten Mitbürger jüdischen Glaubens endgültig besiegelt. Elf von ihnen wurden in den Konzentrationslagern Auschwitz und Majdanek ermordet, eine bereits betagte Frau starb 1941 nach der weiteren Internierung in Rivesaltes. Nur zweien gelang die Flucht und weitere zwei konnten befreit werden. 


Der vollständige Befehl Görings an Heydrich
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Lechol ish yesh shem
Jeder Mensch hat einen Namen

Nicht nur Juden und Christen verbindet die Überzeugung, dass jeder Mensch einzigartig ist und eine ihm eigene, unveräußerliche Würde besitzt. Zu dieser Einzigartigkeit gehört auch, dass jeder Mensch einen Namen hat. Das Gedicht „Lechol ish yesh shem“ (Jeder Mensch hat einen Namen) von Zelda Schneurson Mishkovsky (1914 – 1984) wird in jedem Jahr am Holocaust-Gedenktag  (Jom Ha'Shoah) im Parlament von Israel vorgetragen.

Wir werden in Ottweiler die Namen und das mit ihnen verbundene Schicksal der nach Gurs deportierten Mitbürger jüdischen Glaubens nicht vergessen:

  

  • Die Eheleute Emma (66 Jahre) und Heinrich (62 Jahre) Barth, wohnhaft im heutigen Gäßling 42, wurden 1942 in Auschwitz ermordet.
  • Die Eheleute Alfred (59 Jahre) und Gertrud (43 Jahre) Cahn, wohnhaft in der heutigen Wilhelm-Heinrich-Straße 12, wurden nach der Internierung in Drancy 1942 in Auschwitz ermordet.
  • Die Familie Max (57 Jahre) und Milli (51 Jahre) Salm mit den Kindern Fritz (25 Jahre) und Ilse (23 Jahre), wohnhaft in der heutigen Martin-Luther-Straße (Haus 1944 zerstört). Die gesamte Familie wurde in Drancy interniert und 1944 erneut deportiert. Max wurde in Majdanek ermordet, seine Frau Milli und die Kinder Fritz und Ilse wurden 1944 in Auschwitz ermordet.
  • Caroline Herrmann (75 Jahre), wohnhaft im heutigen Schlosshof 4, wurde in Rivesaltes interniert und starb 1941.
  • Die Eheleute Myrthyl (44 Jahre) und Germania (44 Jahre) Herrmann und ihr Sohn Edmond Myrtil (11 Jahre), wohnhaft in der heutigen Bahnhofstraße 25. Das Ehepaar wurde in Drancy interniert. Germania wurde 1942, ihr Mann Myrthyl 1943 in Auschwitz ermordet. Dem Sohn Edmond Myrtil gelang 1942 die Flucht. Er lebte versteckt und gelangte 1944 nach Palästina.
  • Leo (71 Jahre) und Berta (66 Jahre) Salomon, wohnhaft in der heutigen Tenschstraße 25. Das Ehepaar wurde in Montélimar interniert und dort 1944 befreit. Leo kam bei einem Autounfall in Frankeich 1945 ums Leben. Seine Frau Berta wanderte in die USA aus, wo sie 1958 starb. 
  • Rosa Marx (43 Jahre), Tochter von Leo und Berta Salomon wurde mit ihrem Sohn Horst (11 Jahre) nach Gurs deportiert. Rosa wurde in Drancy interniert und 1942 in Auschwitz ermordet. Ihrem Sohn Horst gelang 1942 die Flucht, er gelangte 1944 in die Schweiz.

Vor ihren letzten Wohnstätten in Ottweiler erinnern Stolpersteine an ihre Namen und an ihr Schicksal.




Ottweiler, 22. Oktober 2020
Hans Werner Büchel